Regenbogen-Schule

9. Grundschule Berlin-Neukölln Kunstbetonte Schule - Staatliche Europaschule Berlin Schwerpunktschule für Französisch

PRiiL -Projekt der Regenbogenschule zum interreligiösen- und interkulturellen Lernen

Projekt

Regenbogenschule

interreligiöses

interkulturelles

Lernen

Unsere Gesellschaft ist bunt. Das ist vor allem auch an der Regenbogenschule spür- und erlebbar: Schüler*innen mit unterschiedlichstem kulturellen und religiösen Hintergrund lernen hier mit- und voneinander. Eine Vielfalt, die es zu gestalten gilt. Dieser Aufgabe hat sich die Regenbogenschule nicht zuletzt durch ein besonderes Projekt angenommen.

Im Projekt Regenbogenschule interreligiöses und interkulturelles Lernen widmen sich alle Viertklässler neben dem regulären Unterricht ein Jahr lang den drei großen monotheistischen Weltreligionen sowie der humanistischen Weltanschauung.

"Wie heißt die Bibel der Juden?" "Warum essen Muslime kein Schweinefleisch?"

"Ist Jesus der Gott der Christen?" "Kommen Ungläubige in die Hölle?" oder:

"Können Menschen unterschiedlicher Weltauffassungen miteinander befreundet sein?" und: "Warum bekämpfen sich die Religionen untereinander?"

Kinderfragen wie diesen wird im Unterricht nachgegangen. In mehrwöchigen Workshops lernen die Schüler*innen nicht nur die drei großen monotheistischen Religionen kennen; sie besuchen deren Gotteshäuser und feiern die verschiedenen religiösen Feste gemeinsam: das jüdische Chanukka ebenso wie das muslimische Zuckerfest oder das christliche Weihnachten.

Zudem lernen die Schüler*innen im humanistischen Unterricht, warum in einer Demokratie nicht die Heiligen Bücher, sondern die Menschenrechte entscheidend sind und nur eine säkulare Gesellschaftsordnung Vielfalt garantiert.

Begleitet und gestaltet wird der Unterricht von einem Team erfahrener Kunstpädagog*innen, die die Auseinandersetzung für die Kinder in besonderer Weise erleb- und erfahrbar machen.

Neben dem Wissen, das dabei vermittelt wird, lernen die Kinder vor allem eins: Voreingenommenheit Neugier entgegen zu stellen, Abwertungen durch Fragen zu begegnen, um sich eine eigenständige Meinung zu bilden und andere Weltsichten nicht nur zu tolerieren, sondern Vielfalt wertzuschätzen. Ihr Wissen, vor allem aber auch diese besondere Einstellung, tragen die Kinder weiter.

Eine derart interreligiöse und interkulturelle Arbeit ist an deutschen Schulen noch immer keine Selbstverständlichkeit. Seit fast zehn Jahren aber hat sich diese Form des Lernens an der Regenbogenschule etabliert, dafür wurde die Schule bereits mehrfach ausgezeichnet. PRiiL ist in Eltern- und Schülerschaft gut angenommen und gehört inzwischen zum besonderen Profil der Schule.